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Als ich gerade Vater geworden war und im Kino saß, schrie auf der Leinwand ein Säugling. Mich ereilten unmittelbar massive physische Reaktionen wie hohe Pulsfrequenz und Adrenalinausstoß. Hatte ich vorher nie bei schreienden Babies.

Ich finde plausibel, dass physische Reaktionen wie Immunstimulanz auch erfolgen, wenn ich erfahre, dass mein Bruder hohes Fieber hat und ich ihm einen Krankenbesuch abstatten will.

Was mir vermutlich nicht gereicht hätte, wäre die technokratische Mitteilung über einen positiven Corona-Test gewesen. Erst die Antwort auf die Frage "Was hast du denn wirklich?" führt dann zu einem emotionalen Abgleich und einer Immunreaktion auf die genannten Symptome.

Daher geht es vielleicht gar nicht um das Wissen über ein Infiziert-Sein, sondern um konkrete Symptome, die konkrete physische Reaktionen beim Gegenüber nach sich ziehen.

Ist schon ein starkes Gebilde, so ein menschlicher Körper - auch jenseits der reinen Materie.

Stefan Otto's avatar

Danke für den interessanten Beitrag.

Das ergibt evolutionsmäßig betrachtet sehr viel Sinn, wie mir scheint.

Denn als unser Immunsystem sich ausprägte, gab es noch keine Bildschirme.

Wenn da das Gehirn das Bild eines kranken Artgenossen gemeldet bekam, dann bedeutete das: Ansteckungsgefahr!

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