Wer aktuell auf Nextstrain.org geht, bekommt folgende Meldung:
“Diese offene (NCBI/GenBank) Analyse ist nun unsere Standardansicht zur Entwicklung von SARS-CoV-2. Bisher haben wir standardmäßig Daten aus GISAID verwendet, jedoch hat GISAID am 1. Oktober 2025 angekündigt, dass sie die Flatfile, die sie seit Februar 2020 an Nextstrain geliefert haben, nicht mehr aktualisieren werden. Die Aktualisierungen dieser offenen Datenanalyse werden weiterhin in regelmäßigen wöchentlichen Abständen vorgenommen. Wenn Sie Daten in diese Analyse aufnehmen möchten, reichen Sie diese bitte über das SARS-CoV-2-Einreichungsportal bei NCBI ein.”
Wie man sieht, hat sich die Erbline von Sars-CoV2 dermaßen verzweigt, womöglich durch die weltweiten Injektionen, dass es nun unmöglich sein dürfte, noch irgendwelche Vorhersagen über die Entwicklung oder die dominanten Linien zu machen.
Wer oder was ist GISAID?
GISAID ist DIE Genomdatenbank, in welche Forscher Weltweit die Sars-Cov2 Sequenzen hinterlegt haben.
Die Geschichte von GISAID laut GISAID
2006
Als die Mainstream-Medien im Januar 2006 erstmals auf Todesfälle durch die tödliche Vogelgrippe aufmerksam wurden, war der öffentliche Zugang zu den neuesten genetischen Sequenzen der hochpathogenen aviären Influenza, z. B. H5N1, begrenzt und oft eingeschränkt, da die betroffenen Länder zögerten, ihre Informationen über traditionelle öffentliche Archive wie EMBL, DDBJ und GenBank weiterzugeben.
Öffentliche Archive, in denen der Zugriff auf und die Nutzung von Daten anonym erfolgt, boten weder einen Schutz der geistigen Eigentumsrechte der Eigentümer an den Daten noch andere wertvolle Anreize für die Weitergabe von Daten, wie z. B. Transparenz bei der Nutzung der Daten oder wirksame Mechanismen, die die Anerkennung der Eigentümer des Virus und der Einreicher der Daten gewährleisten würden. Ein weiteres Hindernis für den schnellen Austausch von Influenzadaten war zum Teil die Sorge der Wissenschaftler, dass sie oft nicht für ihre Datenbeiträge gewürdigt wurden, und nicht zuletzt ihre Befürchtung, von denen, die ein Manuskript zuerst veröffentlichen, ohne ihre Zustimmung „ausgestochen” zu werden.
Es war dringend ein völlig neuer Ansatz erforderlich, um diese Hürden zu überwinden, ein Ansatz, der einen Austauschmechanismus vorsieht, der eine wissenschaftliche Etikette für den öffentlichen Zugang und die Nutzung von Influenzadaten auf überprüfbare und transparente Weise festlegt.
2008
Die GISAID-Plattform wurde anlässlich der 61. Weltgesundheitsversammlung im Mai 2008 ins Leben gerufen. Der Austauschmechanismus von GISAID wurde als Alternative zum Public-Domain-Austauschmodell geschaffen und berücksichtigte die Bedenken der Mitgliedstaaten, indem er eine öffentlich zugängliche Datenbank bereitstellte, die von Wissenschaftlern für Wissenschaftler entwickelt wurde, um den Austausch von Influenzadaten zu verbessern.
Seit ihrer Einführung spielt GISAID eine wesentliche Rolle beim Datenaustausch zwischen den WHO-Kooperationszentren und den nationalen Influenza-Zentren für die halbjährlichen Empfehlungen des WHO Global Influenza Surveillance and Response System (GISRS) zu Influenza-Impfstoffen.
2010
Im Jahr 2010 wurde die Bundesrepublik Deutschland offizieller Gastgeber der GISAID-Plattform und der EpiFlu™-Datenbank und sorgt bis heute durch ihre öffentlich-private Partnerschaft mit der GISAID-Initiative für die Nachhaltigkeit der Plattform und ihre Stabilität. (BMEL)
2013
Im Jahr 2013 erkannte die Europäische Kommission GISAID als Forschungsorganisation und Partner im PREDEMICS-Konsortium an, einem Projekt zur Vorbereitung, Vorhersage und Prävention neu auftretender zoonotischer Viren mit Pandemiepotenzial unter Verwendung multidisziplinärer Ansätze.1
2013 endet auf der GISAID Seite die Geschichte der Seite.
GISAID wird von einem Deutschen Verein in München verwaltet /betreut.
In der Lipowskystraße 10 sind 6 Firmen angemeldet:
Auf google Maps sieht die Nr 10 so aus.
Sieht mir nach einer Briefkastenfirma aus. Kann man GISAID nun wegen Impressumsverstößen verklagen?
Finanziert wurde GISAID über die Zeit von diversen Quellen:
“GISAID war Partner im PREDEMICS-Konsortium (Preparedness, Prediction and Prevention of Emerging Zoonotic Viruses with Pandemic Potential using Multidisciplinary Approaches) und Leiter des WP4 zum Thema „Sharing Platforms“ (Plattformen zum Austausch), um Software für die Entwicklung von Datenbanken für drei weitere PREDEMICS-Viren bereitzustellen: Flaviviren, Lyssaviren und Hepeviren, zusätzlich zu Influenzaviren. PREDEMICS”
Das PREDMICS Programm:
Die Fähigkeit von zoonotischen RNA-Viren, sich zu wichtigen Erregern menschlicher Krankheiten zu entwickeln, scheint grenzenlos zu sein. Die derzeitigen Interventionsstrategien haben nur begrenzten Erfolg gezeigt. Es sind schnelle, innovative und wirksame Lösungen erforderlich, um den offenbar beschleunigten Prozess der Entstehung zoonotischer Krankheiten einzudämmen. Wir werden die folgenden zoonotischen Viren mit epidemischem Potenzial in Europa untersuchen: Influenzavirus, Hepatitis-E-Virus, Viren des japanischen Enzephalitis-Serokomplexes und Lyssaviren. Diese verschiedenen Viren stammen aus den Hauptreservoirs und Vektoren potenziell auftretender Viruserkrankungen und nutzen die drei wichtigsten Übertragungswege: respiratorisch, fäkal-oral und vektorübertragen. Interdisziplinäre Studien werden wertvolle Daten über Muster der Überwindung der Artenbarriere, der Übertragung und des Auftretens von Krankheiten liefern, einschließlich ökologischer und anthropologischer Faktoren, die die Verfügbarkeit von Viren und die Möglichkeiten der Exposition und Infektion bestimmen. Wir werden die komplexen biologischen Wechselwirkungen zwischen dem Virus und den Empfängerwirten, die die Virusadaptation vorantreiben, entschlüsseln und die Faktoren aufklären, die die Fähigkeit der Viren bestimmen, sich auf den Menschen und zwischen Menschen zu verbreiten (einschließlich der pandemischen Ausbreitung). Darüber hinaus werden Immunabwehrmechanismen und neuartige Präventionsstrategien untersucht. Die Daten werden in einer einzigartigen und frei zugänglichen Datenaustauschplattform zusammengestellt, um einen Rahmen für die Analyse der Treiber des Auftretens von Krankheitserregern zu schaffen. Die Modellierung, die auf der Analyse von Schlüsseldaten aufbaut, wird sich darauf konzentrieren, inwieweit die Entwicklung von Krankheitserregern vorhersagbar ist, und wird Situationen und Umgebungen mit hohem Risiko identifizieren. Dies wird eine Verbesserung der Krankheitsüberwachung, -kontrolle, -vorsorge und -intervention ermöglichen. Schulungen an führenden europäischen Universitäten sowie der Austausch von Ansätzen und Daten mit nationalen und internationalen Gesundheitsorganisationen werden die Position Europas bei dieser globalen Herausforderung stärken.4
In der kritischen Corona Zeit wurde GISAID von einem alten Bekannten finanziert:
Aktuell wird es über Singapur finanziert, aber in Deutschland betreut und verwaltet.
Damit könnte man es bewenden lassen, wenn Science nicht einen schönen investigativen Artikel über GISAID verfasst hätte, welche diese in der Plandemie zentrale Datenbank nun in einem eher zwielichtigen Licht zurückließe. Den wenigsten Menschen dürfte bekannt sein, dass es bei Science neben wissenschaftlichen Papern auch investigativen Journalismus gibt.
Die „erfundene Person“ hinter einer wichtigen Pandemie-Datenbank6
Da der Science Artikel wirklich sehr gut ist, hinterlege ich hier die deutsche Deepl Übersetzung der Highlights mit Zusammenfassungen der etwas weitschweifigen Passagen. Das Original kann jeder online selbst lesen. Science ist natürlich Schafsweltbubble, daher ergänze ich mit Kommentaren auch ein wenig aus der “Verschwörungsblase”, was mehr als offensichtlich im Science Artikel erscheint, von den Autoren aber ignoriert wird.
GISAID bietet einen sicheren Ort für die Veröffentlichung von Virusgenomen. Peter Bogner, sein verwirrender Schöpfer und Leiter, könnte dessen Zukunft gefährden.
Dieser Artikel erschien in Science, Band 380, Ausgabe 6643. PDF herunterladen
Jeremy Kamil, Virologe am Health Sciences Center Shreveport der Louisiana State University wollte im Frühjahr 2020 seine SARS-COV2 Sequenzdaten bei GISAID hinterlegen und nahm Kontakt zum deutschstämmigen GISAID-Vertreter Steven Meyers auf.
Der ist 2004 zu Bluesky gewechselt aber noch auf Twitter aktiv.7
Meyers sagte, er habe zuvor bei Time Warner gearbeitet und seinen Job gewechselt, nachdem sein Chef bei diesem Unternehmen, Peter Bogner, 2008 GISAID ins Leben gerufen hatte. Meyers wurde in Deutschland geboren und lebte in Santa Monica, Kalifornien, genau wie Bogner, den er als „unseren großen Chef” und „den Big Cheese” bezeichnete.
Was Jeremy Kamil jedoch verwirrt ist, dass Steven Meyers zwischen der GISAID Email von Steven Meyers und Bogners E-Mail-Konto wechselt.
Manchmal schickte Bogner Kamil eine E-Mail zu einem Thema, das er gerade mit Meyers besprach.
So was kommt vor, wenn man mit Programmen wie Thunderbird arbeitet und verschiedene Mails hat. Meyers Begründung ist aber eine andere:
„Ich habe Peters Konto benutzt, weil das Schreiben auf meinem kleinen Gerät zu gefährlich war“, lautete die Erklärung, die Meyers in einem Fall gab.
Wer genau hat die Email seines Chefs mit in seinem Mailprogramm außer der Sekretärin?
Am 24. Dezember 2022, als Kamil wieder in Los Angeles war, schrieb Meyers, dass er „diesmal Glück haben würde”: Kamil würde die Gelegenheit haben, Bogner zusammen mit Ben Branda, dem Hausanwalt von GISAID, in Santa Monica zu treffen. Meyers selbst konnte nicht dabei sein. Fünf Tage später, in einem Restaurant namens R+D Kitchen, bemerkte Kamil, dass Bogner dieselbe Stimme hatte wie Meyers – mit einem Hauch von deutschem Akzent. „Sie war nicht ähnlich”, sagt Kamil. „Sie war identisch.” Das war der letzte Nagel zu seinem Sarg, sagt Kamil: „Ich wurde betrogen.”
Karthik Gangavarapu, Postdoktorand an der University of California (UC) in Los Angeles, der viele lange Telefonate mit Meyers geführt hatte – aber nie mit Bogner –, vermutete ebenfalls, dass es sich um ein und dieselbe Person handelte. Als Science Gangavarapu einen Audioclip mit Bogner schickte, antwortete er: „Das ist definitiv dieselbe Stimme wie die von Steven Meyers.“ Niemand, mit dem Science in der Virologie-Community gesprochen hat – einschließlich der Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats von GISAID –, kann sich daran erinnern, Meyers jemals getroffen oder auch nur ein Foto von ihm gesehen zu haben.
Bogners offensichtliches Alter Ego ist nur eine von vielen beunruhigenden Erkenntnissen über sein Leben und die Art und Weise, wie er GISAID leitet, die während einer Untersuchung von Science zutage traten, bei der mehr als 70 Quellen befragt, Anfragen nach dem Freedom of Information Act (FOIA) gestellt und Hunderte von E-Mails und Dutzende von Dokumenten geprüft wurden. Wissenschaftler und Geldgeber haben ebenfalls begonnen, kritische Fragen zu Bogner und seiner Schöpfung zu stellen, da die Mission von GISAID kaum wichtiger sein könnte: Epidemien und Pandemien zu verhindern, zu überwachen und zu bekämpfen.
GISAID, die Datenbank, welche die weltweiten SARS-COV2 Sequenzen verwaltete, wird von einer erfundenen Person, namens Peter Bogner geleitet?
Peter Bogner, hier bei einer Informationsveranstaltung zum Thema Grippe in China im Jahr 2013, hat GISAID, eine zentrale Datenbank für Virusgenome, ins Leben gerufen und ist nach wie vor deren Mastermind.
Wenn eine Datenbank, die Weltweit wichtig war in einer Plandemie und die zu diesem Zeitpunkt zufällig von der Rockefeller Foundation finanziert wurde, angeblich von jemandem geleitet wird, der gar nicht existiert, wird es interessant.
GISAID ist wie ein sicherer Ort für Virologen. Öffentliche Datenbanken wie GenBank, die von den US-amerikanischen National Institutes of Health (NIH) betrieben wird, ermöglichen es jedem, die Daten nach eigenem Ermessen zu nutzen, aber GISAID ermöglicht es Forschern, Daten untereinander und mit globalen Gesundheitsbehörden auszutauschen, ohne befürchten zu müssen, dass andere die Informationen nutzen und eine Veröffentlichung ohne Quellenangabe oder Zusammenarbeit herausbringen. Die Datenbank wurde 2008 ins Leben gerufen und löste ein zentrales Problem im Bereich der Influenza zu einer Zeit, als die Angst vor einer Grippepandemie groß war. (Der Name stand ursprünglich für „Global Initiative on Sharing Avian Influenza Data“; 2010 wurde „Avian“ durch „All“ ersetzt.
Als COVID-19 ausbrach, wurde GISAID aufgrund seiner Bedingungen zu einem Magneten für SARS-CoV-2-Forscher, die es in viel größerem Umfang mit Virusgenomen fütterten. Die Datenbank enthält derzeit mehr als 15 Millionen Sequenzen von SARS-CoV-2, weit mehr als die 400.000 Influenza-Genome, die sie gesammelt hat. Wissenschaftler haben GISAID genutzt, um den Aufstieg und Fall von SARS-CoV-2-Varianten wie Alpha, Beta, Delta und Omicron auf der ganzen Welt zu verfolgen. Die Datenbank ist auch unverzichtbar für Entscheidungen darüber, wann und wie Impfstoffe und Therapeutika sowohl für Grippe als auch für COVID-19 aktualisiert werden sollen.
Diese Datenbank hat also eine sehr mächtige Position zu bestimmen, was als Impfstoff hergenommen wird. Wenn nicht klar ist, wer der Chef ist und dieser nur eine erfundene juristische Person ist, wer zieht dann wirklich die Strippen?
Die Untersuchung von Science offenbart jedoch eine Organisation, die mit mehreren wichtigen Akteuren der globalen Gesundheitsgemeinschaft im Konflikt steht, darunter die US-amerikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC), die NIH, der Wellcome Trust und die Bill & Melinda Gates Foundation. Noch beunruhigender ist, dass viele Wissenschaftler sich über die verwirrenden und willkürlichen Zugangsverfahren von GISAID beschweren, die nach Ansicht einiger wichtige Forschungsarbeiten behindern. Mehrere Virologen geben an, dass ihr Datenstrom ohne Erklärung unterbrochen wurde, offenbar als Vergeltungsmaßnahme für selbst milde Kritik an GISAID. Marion Koopmans vom Erasmus University Medical Center sagt, sie habe mehrere Anrufe von Bogner „in einem ziemlich einschüchternden Ton” erhalten. Das Gleiche gelte auch für Kollegen, fügt sie hinzu. „Ich habe von einigen ähnlichen Erfahrungen gehört.”
Marion Koopmans ist keine Unbekannte. Sie ist eine derjenigen, die in den Niederlanden zusammen mit Bill Gates, Albert Bourla und Mark Rutte vor Gericht vorgeladen wurden.8
Koopmans und Drosten kennen sich und haben zusammen gearbeitet.
Marion Koopmanns ist eine der zentralen Figuren der Plandemie. Die blafft man nicht einfach an und wer das tut, muss eine entsprechende Machtposition haben.
Die Kritik an GISAID verschärfte sich im letzten Monat, als Wissenschaftler die Art und Weise kritisierten, wie mit einem großen Datensatz aus dem Huanan-Meeresfrüchte-Großhandelsmarkt in Wuhan, China, umgegangen wurde, der Hinweise auf den Ursprung der Pandemie liefert. Eine Woche später enthüllte Science, dass GISAID entgegen vieler Beweise die Behauptung aufgestellt hat, dass es als erstes das SARS-CoV-2-Genom veröffentlicht habe.
Es scheint, als gäbe es diesen fatalen Fehler, dass eine verantwortliche Person zunehmend isoliert und etwas paranoid in Bezug auf den Zugang zu diesen Daten wird.
“Das Repository ist zu einer wichtigen Quelle für SARS-CoV-2-Daten geworden und hilft Wissenschaftlern dabei, die Entwicklung von Varianten und andere Aspekte der Pandemie zu analysieren. Débarre und seine Kollegen kritisieren es jedoch in ihrem Bericht und werfen ihm vor, „von seiner erklärten Mission abgewichen zu sein”, nämlich den Austausch virologischer Daten zu beschleunigen. GISAID behauptete seinerseits in einer ersten Stellungnahme, dass die Forscher gegen seine Zugangsvereinbarungen verstoßen hätten, und „suspendierte vorübergehend” ihren Zugang zur Datenbank. Der Streitpunkt war letztlich die Behauptung von GISAID, dass die Forscher sich nicht an die Zugangsvereinbarung gehalten und sich nicht „nach besten Kräften um eine Zusammenarbeit” mit dem chinesischen Team bemüht hätten.
Nach der Sperrung antwortete Michael Worobey, Evolutionsbiologe an der University of Arizona und einer der korrespondierenden Autoren des Berichts, im Namen des Teams auf GISAID. Er legte E-Mails an zwei der chinesischen Forscher vom 11. März vor, in denen seine Gruppe um eine Zusammenarbeit gebeten hatte. Das Team habe auch „mehrfach mündlich darum gebeten”, schrieb Worobey, und während des von der WHO gesponserten Treffens am 14. März direkte Nachrichten in einem Zoom-Chat an das chinesische Team gesendet. In einer anschließenden E-Mail an die Gruppe vom 22. März erklärte GISAID, dass es als „Zeichen des guten Willens” die Zugangsbeschränkungen aufheben und „alle Beweise beider Seiten überprüfen” werde.”10
Die Verwaltung und Finanzen von GISAID sind undurchsichtig. Es wird von einem „eingetragenen Verein” mit Sitz in München betrieben, der nicht verpflichtet ist, Jahresberichte oder Finanzinformationen vorzulegen. Einige GISAID-Spender sind öffentlich, aber wie viel Geld es erhält und von wem und wie es die Mittel ausgibt, bleibt unklar. GISAID hat einen wissenschaftlichen Beirat und eine Datenbank-Fachgruppe, aber laut Mitgliedern treffen sich diese Gruppen nur selten.
Das größte Rätsel ist Bogner selbst, der 2006 in den Bereich Influenza eingestiegen ist, ohne dass ihm Verbindungen zur Forschung oder Wissenschaftspolitik bekannt sind. Die Untersuchung von Science hat ergeben, dass Bogner eine wechselvolle und undurchsichtige Vergangenheit hat. In offiziellen Dokumenten sind unterschiedliche Geburtsdaten angegeben. Mit Anfang 20 wegen Wertpapierbetrugs verurteilt – ein bisher nicht bekanntes Verbrechen, für das er eine Gefängnisstrafe verbüßte – und hatte einen Streit mit einem Weltcup-Skifahrer über die Finanzierung und die Urheberschaft eines Lehrvideos.
Bogner scheint in verschiedenen Versionen seines Lebenslaufs Aspekte seiner Hochschulausbildung und Berufserfahrung übertrieben oder gar erfunden zu haben, und Nachrichtenberichte über ihn auf der Website von GISAID wurden geändert. Bogner hat sich auch heftig mit einem Schweizer Forschungsinstitut über Geld gestritten, das GISAID ihm schuldete.
Bogner und der Medienkontakt von GISAID haben auf eine Reihe von Fragen von Science zu seinem Hintergrund, Meyers und den Finanzen und der Unternehmensführung von GISAID nicht geantwortet. „Wir haben in den letzten Jahren auf viele dieser Anfragen geantwortet, und unsere Position zu diesen Themen ist denjenigen, die GISAID als vertrauenswürdige Datenquelle nutzen, gut bekannt“, heißt es in einer E-Mail der Medienabteilung von GISAID vom 14. April. „Andere Anfragen – wie beispielsweise die zu Pseudonymen – grenzen an Lächerlichkeit, sodass keine Antwort erforderlich ist.“
Die E-Mail verweist auch auf eine Erklärung, die am Vortag auf der Website von GISAID veröffentlicht wurde und sich mit den Streitbeilegungsmechanismen, der Finanzierung und der Unternehmensführung befasst. Die Erklärung behandelt die Geschichte und die Erfolge von GISAID, geht jedoch nicht auf die meisten Fragen ein, die Science gestellt hat.
Mehrere Geldgeber von GISAID, darunter die Europäische Kommission, ein globaler Verband der Pharmaindustrie und die Rockefeller Foundation, haben in der Vergangenheit vergeblich versucht, mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht durchzusetzen. Da GISAID seinen Tätigkeitsbereich ständig erweitert, steht immer mehr auf dem Spiel: Es hostet nun auch Sequenzdaten für das Respiratorische Synzytial-Virus, Mpox und Viren in Abwässern, die untersucht werden, um bekannte Bedrohungen zu verfolgen und neue zu identifizieren. „Bogner schafft ein kleines Imperium von Pathogendaten, das er kontrolliert, ohne dass öffentlich anerkannt wird, dass er dafür verantwortlich ist“, sagt ein Wissenschaftler. (Viele Quellen, die mit Science gesprochen haben, wollten aus Angst vor rechtlichen Schritten von Bogner oder dem Verlust des Zugangs zu GISAID nicht namentlich genannt werden.)
[…]
Bogners ungewöhnlicher Weg zur Gründung und Leitung von GISAID begann 2006, zwei Jahre nachdem ein Vogelgrippevirus vom Subtyp H5N1 in Asien, Europa und Afrika unter Wildvögeln und Geflügel grassierte. Gelegentlich infizierte es auch Menschen, mit einer erschreckenden Sterblichkeitsrate von 60 %. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchtete eine H5N1-Pandemie.
Dennoch zögerten viele Grippeforscher, neu sequenzierte Influenza-Genome weiterzugeben, da sie befürchteten, dass Konkurrenten die interessantesten Daten herauspicken und als Erste eine Veröffentlichung herausbringen würden. Im Jahr 2006 schlug Ilaria Capua, eine italienische Veterinärwissenschaftlerin, die das erste H5N1-Virus aus Afrika sequenziert hatte, Alarm wegen der mangelnden Offenheit, nachdem sie erfahren hatte, dass 15 Grippelabore stillschweigend Sequenzen in einer passwortgeschützten Datenbank austauschten.
Ihr Aktivismus weckte Bogners Interesse an dem Problem, wie er damals gegenüber Science und The Wall Street Journal (WSJ) erklärte. Auf der Website von GISAID findet sich nun jedoch eine geänderte Version des WSJ-Artikels, die eine andere Geschichte erzählt. Darin heißt es, Bogner sei „während eines Gesprächs mit dem US-Minister für Innere Sicherheit, Michael Chertoff”, beim Weltwirtschaftsforum in Davos, Schweiz, „auf ein erhöhtes Pandemieszenario aufmerksam geworden”. (Chertoff sagt, er könne sich nicht erinnern, ob er sich mit Bogner getroffen habe.) Eine Untersuchung der Änderungen zwischen den beiden Versionen durch Science zeigt, dass die GISAID-Version Bogner auch in anderer Hinsicht schmeichelt, indem sie ein Treffen zwischen ihm und der Jazzlegende Herbie Hancock hinzufügt und ein Zitat eines WHO-Sprechers so ändert, dass Bogner als „strategischer Planer” statt als „Publizist” bezeichnet wird.
Davos = WEF.
Das klingt schwer danach, dass GISAID beim WEF Treffen 2006 ausgekaspert wurde.
Im April 2006 nahm Bogner an einem Vogelgrippe-Treffen im Vereinigten Königreich teil, wo er Nancy Cox traf, die damals die Influenza-Forschung bei den CDC leitete. Bogner begleitete Cox auf einer Zugfahrt nach London, wo sie das Dilemma des Datenaustauschs diskutierten.
Nancy Cox (rechts) leitete 2006 die Influenza-Forschung bei den US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention. In diesem Jahr lernte sie Bogner kennen und begann, ihm bei der Gründung von GISAID zu helfen.
Das CDC hängt als bei GISAID auch mit drinnen? Wie sieht es dann mit DARPA aus? Es werden, wie erwähnt, viele Geldflüsse verschleiert. Könnte ein Teil davon aus dem US Verteidigungsministerium stammen?
Nach mehreren Monaten hinter den Kulissen stattfindender diplomatischer Bemühungen entstand im August 2006 ein Brief an Nature, der von Bogner, Capua, Cox und David Lipman, dem damaligen Direktor des US-amerikanischen National Center for Biotechnology Information, der Heimat von GenBank, unterzeichnet wurde. Sie kündigten Pläne zur Gründung von GISAID an, einer Plattform, auf der teilnehmende Wissenschaftler ihre Daten hinterlegen, gemeinsam analysieren und die Ergebnisse gemeinsam veröffentlichen können. Der Rest der Welt würde sie später „mit einer maximalen Verzögerung von sechs Monaten” sehen, wenn die Daten in GenBank und zwei weiteren öffentlichen Datenbanken ohne Zugangsbeschränkungen veröffentlicht würden. Der Brief wurde von 66 Wissenschaftlern aus aller Welt, darunter sechs Nobelpreisträger, unterzeichnet.
Bogners Bekanntheit wuchs, nachdem Indonesien 2007 die Weitergabe von H5N1-Proben an die Welt eingestellt hatte, weil es befürchtete, dass ausländische Wissenschaftler ein Virus aus Indonesien ohne angemessene Quellenangabe beschrieben – und dass ein australisches Unternehmen darauf basierend einen H5N1-Impfstoff entwickelte, den sich Indonesien wahrscheinlich nicht leisten konnte. Dieser Schritt löste eine kleine diplomatische Krise aus. Bogner reiste mehrmals nach Jakarta und baute eine enge Beziehung zu Gesundheitsministerin Siti Fadilah Supari auf. „Er verstand, was ich durchmachte“, sagte Supari gegenüber Science. „Er sagte, ich könne die Welt verändern.“ Sie fügt jedoch hinzu, dass Bogner keine wichtige Rolle bei der Entscheidung Indonesiens gespielt habe, die Weitergabe von Proben wieder aufzunehmen.
„Wann immer ich nach Indonesien reiste, um die Ministerin und ihr Team zu treffen, war er im Hintergrund dabei“, sagt David Heymann, damals stellvertretender Direktor der WHO, der zur Lösung des Problems beitrug. „Bogner schien überall mit seinem Charme punkten zu können.“
Wissenschaftler, die Bogner während dieser Zeit trafen, sagen, er wirkte reich und gut vernetzt. Er flog um die Welt, wohnte in Fünf-Sterne-Hotels, sprach über seine wohlhabende Familie und sagte, er habe die Startkosten für GISAID aus eigener Tasche bezahlt. Die Autoren eines Artikels über GISAID in Global Challenges aus dem Jahr 2017, die Bogner interviewt hatten, bezeichneten ihn als „einen energischen, einflussreichen und engagierten Philanthropen“ und schätzten seinen Beitrag auf „eine Summe im unteren bis mittleren siebenstelligen Bereich“.
Wir haben hier also eine zwielichtige Persönlichkeit, die behauptet, das Geld selbst aufgebracht zu haben. Das klingt schon ein wenig nach Typen wie Eppstein. Wer hat GISAID wirklich finanziert und warum?
Capua verstand nicht wirklich, was Bogner dazu bewogen hatte, Wissenschaftsdiplomat zu werden. Sie sagt, er habe ihr erzählt, dass er vom damaligen UN-Generalsekretär Kofi Annan gebeten worden sei, zu intervenieren. Als er 2006 von Science dazu befragt wurde, gab Bogner jedoch eine andere Erklärung: Er habe aus einem Gefühl der „Bürgerpflicht” heraus gehandelt, was „eine Tradition in meiner Familie und meinem Leben” sei.
Wenn Geschichten und Aussagen sich so oft widersprechen, ist Vorsicht geboten.
Seine Motivation spielte für Capua keine Rolle, die über die plötzliche breite Unterstützung für den Datenaustausch begeistert war. […] Cox war sich ebenso unsicher, was Bogner motivierte. Obwohl sie viel Zeit mit ihm verbrachte, sagt sie: „Es war schwer, viel über ihn herauszufinden, denn er war kein Wissenschaftler, er gehörte nicht zu meinem Umfeld.” Aber angesichts seines Erfolgs mit GISAID: „Ist es wichtig, dass ich nicht wirklich etwas über seine Vergangenheit weiß?”
Andererseits hatte Bogner viele Gründe, nicht alles über seine Vergangenheit zu erzählen.
Es ist schwierig, die Lebensgeschichte von Peter Heribert Bogner zusammenzusetzen. Einige Dokumente besagen, dass er 1964 geboren wurde, andere hingegen geben Geburtsjahre zwischen 1957 und 1961 an. Ein Lebenslauf, der 2006 auf der inzwischen nicht mehr existierenden Website der Bogner Organization, einem Beratungsunternehmen, das er zuvor leitete, veröffentlicht wurde, besagt, dass Bogner in München geboren und in Deutschland und Italien aufgewachsen ist. Ein anderer Lebenslauf besagt, dass er ein Diplom in Psychologie von der University of New South Wales in Sydney hat, während ein Gerichtsdokument angibt, dass er behauptete, einen Master in Betriebswirtschaft von dieser Hochschule zu haben. (Die Hochschule gibt an, keine Aufzeichnungen über einen Studenten namens Peter Bogner zu haben, der dort seinen Abschluss gemacht hat.)
WTF? So jemandem vertraut man derartige Daten an? Das klingt mir nach einem Con-Artist.
“Ein Con-Artist (kurz für Confidence Artist), Deutsch Trickbetrüger, ist ein Betrüger, der durch Manipulation, Charme und Täuschung das Vertrauen seiner Opfer gewinnt, um sie um Geld oder Eigentum zu bringen, oft durch vorgetäuschte Identitäten, unwahrscheinliche Versprechen oder gefälschte Geschichten.”11
Auch der Zeitpunkt seines Umzugs in die Vereinigten Staaten ist unklar. Aus Gerichtsdokumenten geht jedoch hervor, dass ein 22-jähriger Peter Heribert Bogner im Januar 1984 als „legaler Ausländer” in Los Angeles lebte, als er eine Stelle als Buchungsagent für Gäste einer lokalen Kabelfernseh-Wirtschaftssendung bekam. Sein Chef, Jerome Neidich, erklärte später in einer Gerichtsaussage, dass Bogner eingestellt wurde, weil „er international war. Er hatte einen interessanten Akzent. Er sprach gut. Er war gebildet ... er hatte Erfahrung in der Wirtschaft.”
Bogners Arbeit nahm eine neue Wendung, als Neidich 30.000 Dollar bei zwei Frauen investierte, die behaupteten, er könne innerhalb weniger Monate durch ein Arbitrage-Geschäft einen Gewinn von 300.000 Dollar erzielen: Sie würden nach Europa reisen und dort bei verschiedenen Brokern Fremdwährungen kaufen und verkaufen. Da Bogner Deutsch sprach, schickte Neidich ihn mit, um „die Verhandlungen zu überwachen”. Bogner erzählte später einem Ermittler, dass er trotz seines jungen Alters „viele Arbitrage-Geschäfte in Europa getätigt hatte und sich für einen Experten auf diesem Gebiet hielt“.
“Arbitragegeschäfte nutzen Preisunterschiede für dasselbe Gut oder Wertpapier auf verschiedenen Märkten, um fast risikolos Gewinne zu erzielen, indem es dort gekauft und woanders teurer verkauft wird”12
Neidich verkaufte seinen Anteil später für 65.000 Dollar an eine Investorin in Los Angeles. Als diese Frau nicht die erwartete Rendite erhielt, wandte sie sich an das kalifornische Unternehmensregister, das eine Untersuchung einleitete. Am 3. Januar 1986 klagte die Staatsanwaltschaft Neidich und Bogner wegen falscher Angaben beim Verkauf von Wertpapieren und deren Verkauf ohne Genehmigung in zwei Fällen an.
Bogner konnte die Kaution – die ursprünglich auf 150.000 Dollar festgesetzt worden war – nicht aufbringen und wurde daher für 60 Tage im Gefängnis von Los Angeles County inhaftiert. Im Juli desselben Jahres befand ein Richter in Los Angeles Neidich und Bogner für schuldig und verurteilte jeden von ihnen zur Zahlung der Hälfte der 65.000 Dollar an die Investorin. Bogner wurde zu fünf Jahren Bewährung verurteilt.
Er legte Berufung ein, aber der Ausgang des Verfahrens ist unklar. Die kalifornische Generalstaatsanwaltschaft teilte Science mit, dass die Akte zur endgültigen Entscheidung über die Berufung 2009 vernichtet wurde und andere Aufzeichnungen, die in Stenografie verfasst sind, nur zeigen, dass das Urteil teilweise bestätigt, teilweise aufgehoben und mit Anweisungen zurückverwiesen wurde. Die letzten Gerichtsakten zu diesem Fall, die Science finden konnte, stammen vom 22. November 1991 und zeigen, dass Bogner seine Entschädigung noch nicht gezahlt hatte und seine Bewährungszeit um drei Jahre verlängert wurde.
Ein verurteilter Betrüger.
Ist es normal, dass die Akten schon vernichtet sind?
Schützt ihn jemand?
Im Winter 1986 wandte sich Bogner etwas Neuem zu: Er drehte in Telluride, Colorado, zusammen mit Reidar Wahl, einem aus Norwegen stammenden Weltcup-Skifahrer, ein Lehrvideo zum Skifahren. Wahl sagt, Bogner habe erwähnt, dass er mit der berühmten bayerischen Skifahrerfamilie Bogner verwandt sei. Willy Bogner Sr. nahm 1936 an den Olympischen Spielen teil und gründete ein Unternehmen, das für die Entwicklung der ersten dehnbaren Skihose bekannt ist. Sein Sohn Willy Bogner Jr., selbst zweimaliger Olympiaskifahrer, übernahm 1977 das Unternehmen und machte Bogner zu einer globalen Bekleidungsmarke, die bis heute besteht. Willy Jr. – der ein erfolgreicher Kameramann wurde und Skiszenen für mehrere James-Bond-Filme drehte – war ein Cousin, erzählte Bogner Wahl und seiner damaligen Frau Dyno Wahl.
Mitglieder der Bogner-Skifahrerfamilie sagten gegenüber Science, dass sie nicht ausschließen können, dass der Leiter von GISAID ein entfernter Verwandter ist, aber keiner kannte ihn und sie sagten, es wäre eine Überraschung. „Es gibt viele Bogner-Einträge im Münchner Telefonbuch“, bemerkte einer trocken.
Die Wahls waren beeindruckt und erklärten sich bereit, mit Bogner zusammenzuarbeiten. „Er ist ein sehr überzeugender Mensch, wenn man ihn einmal kennengelernt hat“, sagt Reidar Wahl. Reidar, der Techniken für Freestyle-Skiing und Freizeitrennen entwickelt hatte, sollte der Star des Videos werden. Die Wahls erzählten Science, dass sie etwa 10.000 Dollar investiert hätten. Reidars ehemalige Sponsoren erklärten sich bereit, weitere Tausende beizusteuern. Das Ehepaar würde die Gewinne zu gleichen Teilen mit Bogner teilen, erinnert sich Dyno.
Aber es gab keinen Vertrag, und das Endprodukt hieß Peter Bogner’s Skiing Techniques: Free Skiing and Recreational Racing, obwohl Bogner nie zu sehen ist – und Reidar, der auf beiden Seiten der Videobox beim Skifahren zu sehen ist, durchgehend zu sehen ist. „Ich war wirklich sprachlos“, sagt Reidar. „Da begann ich zu denken: ‚Oh, du bist ein kleiner Scheißkerl, weißt du was.‘“
Der ehemalige Weltcup-Skifahrer Reidar Wahl spielte 1988 in einem in Colorado gedrehten und von Peter Bogner produzierten Ski-Lehrvideo mit und investierte auch in das Projekt, war jedoch schockiert über den Titel und die Tatsache, dass er lediglich als „Moderator“ aufgeführt wurde. Er sagt, er habe keine Einnahmen daraus erzielt.Peter Bogners Video „Skiing Techniques“
Im Werbematerial für das Video wird Bogner als Weltcup-Skifahrer beschrieben, und in einem Zeitungsartikel aus dieser Zeit heißt es, er habe den Sport aufgegeben, nachdem er sich bei einem Rennen einen Wirbel gebrochen hatte. Aber Science konnte keine Hinweise darauf finden, dass er an Weltcup-Veranstaltungen teilgenommen hat, und der Dachverband des Sports hat keine Aufzeichnungen über einen Peter Bogner. Und nachdem das Video herauskam, verschwand Bogner, sagen die Wahls.
„Er hat uns einfach im Stich gelassen“, sagt Dyno. Das Ehepaar habe nie Gewinne gesehen, fügen sie hinzu. Die Wahls waren verlegen, beschlossen aber, dass es sich nicht lohnte, Anwälte oder die Polizei zu kontaktieren.
„Ich glaube, niemand wusste wirklich, wer Peter Bogner war“, sagt Dyno. „Es fühlte sich fast so an, als wäre er eine erfundene Person.“
Bogners Lebenslauf aus dem Jahr 2006 befasst sich mit der nächsten Phase seiner Karriere und zeichnet ein Bild von internationalem Erfolg als Produzent und Regisseur in Film und Fernsehen. Darin werden Aufenthalte in der Türkei – „um die Privatisierung der Rundfunkindustrie durch die Gründung einer Reihe von Rundfunkstationen dort zu unterstützen“ – und in Rom – um „sein erstes Satellitennetzwerk für die arabischsprachige Gemeinschaft im Nahen Osten und Nordafrika zu starten“ – erwähnt. Bogner hat Wissenschaftlern gegenüber auch angegeben, er sei „leitender Studio-Manager bei Time Warner“ gewesen – eine Tätigkeit, die auch in einer Pressemitteilung von GISAID erwähnt wird.
Science konnte jedoch nur durch Quellen bei Time Warner bestätigen, dass Bogner eine untergeordnete Rolle bei einem Joint-Venture-Geschäft um einen deutschen TV-Musikkanal spielte und für kurze Zeit für eine Tochtergesellschaft von Time Warner in einem anderen gemeinsamen TV-Musikprojekt in Venezuela arbeitete. Science konnte keine Beweise dafür finden, dass Bogner jemals Führungskraft bei Time Warner war, und er legte auf Anfrage auch keine vor.
Bogners Debüt in der Welt der Wissenschaft war jedoch zweifellos real. Im Dezember 2006 wurde GISAID als gemeinnützige Organisation in Washington, D.C. registriert. Die Datenbank wurde im Mai 2008 offiziell gestartet. Doch schon bald geriet das junge Unternehmen in Schwierigkeiten.
Anfang 2007 hatte das Schweizerische Institut für Bioinformatik (SIB) mit der Entwicklung und dem Hosting der Virussequenzdatenbank begonnen.
Ein Vertrag vom Februar 2008 formalisierte die Vereinbarung, wonach das SIB einen Manager, ein Team für die Entwicklung und Wartung der Datenbank, einen Bioinformatiker und ein Team für die Annotation einstellen würde. Der Vertrag sah eine Vorauszahlung von 135.000 Schweizer Franken (damals etwa 145.000 US-Dollar). Als die Datenbank im Mai online ging, hatte GISAID laut SIB jedoch noch nicht bezahlt – und die gemeinnützige Organisation ignorierte weiterhin die Rechnungen, während die Kosten weiter stiegen.
Im Juli 2009, als nur 500 Franken eingegangen waren, sperrte das SIB den Nutzern der GISAID-Website den Zugang zur Datenbank und leitete sie auf seine eigene Website um. Daraufhin reichte GISAID beim Bezirksgericht in Washington, D.C., eine Klage gegen SIB ein und leitete ein Verfahren bei einem Schiedsgericht in Genf ein. GISAID behauptete, SIB habe „die Absicht, ein gewinnorientiertes Unternehmen auszugliedern, um Impfstoffherstellern den Zugang in Rechnung zu stellen“ und „die Datenbank und/oder Herrn Bogner zu zerstören“, wie aus den Schiedsdokumenten hervorgeht. GISAID forderte 7 Millionen US-Dollar zur Deckung der Rechtskosten, entgangener Zuschüsse, Reputationsverlust, Urheberrechtsverletzung, „unrechtmäßiger Bereicherung“ sowie 500.000 US-Dollar „in bar und in Sachleistungen“, die Bogner nach eigenen Angaben persönlich investiert hatte.
Das klingt mir schwer nach einem gestörten Narzissten. Ich habe da in meinem persönlichen Umfeld Menschen, die sich wegen Nichtigkeiten auf hohe Beträge verklagen, weil der möglicherweise psychisch gestörte Kläger gerade arbeitslos ist und Geld braucht und das als eine Möglichkeit sieht, dieses von anderen zu erpressen.
Hier verklagt also Bogner jene, welche er um ihr Geld geprellt hat, um mehr Geld, als er ihnen schuldet. Unglaublich dreist.
Im September 2009 hatte GISAID eine neue Heimat gefunden. In einer Pressemitteilung hieß es, das Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken habe sich mit einem Unternehmen in derselben Stadt zusammengetan, um eine neue Datenbank zu entwickeln, und die Version von SIB sei nun „veraltet“.
Im Jahr 2010 kündigte die deutsche Regierung weitere Unterstützung für GISAID an: Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft würde die Datenbank kostenlos hosten, und das Friedrich-Loeffler-Institut, Deutschlands nationales Zentrum für Tierkrankheiten, würde die Qualitätskontrolle der Daten übernehmen. (Ein Sprecher des Ministeriums sagt, dass GISAID seine Online-Plattform im Juni 2021 auf einen anderen, nicht genannten Host übertragen habe, wodurch die elfjährige Zusammenarbeit beendet wurde.
Die Daten zur Involvierung der Deutschen Regierung und vor allem des Friedrich-Löffler Instituts sind mir zu dünn. Wie kommt es, dass die Regierung nicht weiß, dass GISAID an die Rockefeller Foundation ging?
GISAID zog die Klage gegen SIB in Washington, D.C., zurück, aber das Schiedsverfahren zog sich fast drei Jahre hin. Im Jahr 2012 verlor GISAID den Prozess und wurde zur Zahlung von etwa 800.000 US-Dollar an SIB verurteilt. Im November 2013 löste GISAID seine gemeinnützige Organisation in Washington, D.C., auf.
Als GISAID die Schulden nicht beglich, reichte SIB Klage beim Bezirksgericht ein, das GISAID 2014 wegen Zinsen zur Zahlung von etwa 1 Million US-Dollar verurteilte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ein deutscher Verein namens „Freunde von GISAID”, der die Datenbank bis heute betreibt, die US-amerikanische gemeinnützige Organisation abgelöst. Eine Quelle aus dem Umfeld von SIB sagt, das Institut habe beschlossen, seine Bemühungen um die Begleichung der Schulden aufzugeben.
Peter Bogner hat es also geschafft, GISAID kostenlos programmieren zu lassen. Die Programmierer sind leer ausgegangen und der Schuldner hat sich in Luft aufgelöst. Die Betrogenen haben mittlerweile aufgegeben und das Geld abgeschrieben.
Klingt richtig seriös dieser Verein.
Im April 2010, als ein finanzieller Streit zwischen GISAID und einem Schweizer Forschungsinstitut ungelöst blieb, unterzeichneten Peter Bogner und Robert Kloos, damals Staatssekretär für Landwirtschaft in Deutschland, eine Kooperationsvereinbarung. Ein Sprecher der deutschen Regierung sagt, dass die Zusammenarbeit im Juni 2021 endete.
Trotz des holprigen Starts flossen bald Influenza-Sequenzen aus aller Welt in die GISAID-Datenbank, wo registrierte Nutzer sie studieren und Daten auf ihre eigenen Rechner herunterladen konnten.
Holpriger Start? Ein von einer zwielichtigen Gestalt gegründetes Portal, das alle Mitarbeiter betrogen hat, von dem keiner weiß, wer wirklich die Kontrolle über die Daten hat und das Wissenschaftler bedroht und gängelt ist mehr als fragwürdig.
Die Daten wurden auch zur Grundlage für eine wichtige Entscheidung, die zweimal im Jahr getroffen wurde: Welche Stämme sollten als Grundlage für die jährlichen Grippeimpfstoffe dienen? „Die Influenza-Forschung war zufrieden“, sagt Fouchier. „Unethisches oder unkollegiales Verhalten wurde auf ein Minimum beschränkt.“
Ron Fouchier? Ernsthaft?!
“Angefangen mit dem schlechten Ruf von Gain of Function hat alles 2010. Damals war die Sorge in der Fachwelt groß, dass ein besonders infektiöses Vogelgrippe-Virus die Fähigkeit zur Mensch-zu-Mensch-Verbreitung erlangen könnte. Ron Fouchier aus Rotterdam vom Erasmus Medical Center und Yoshihiro Kawaoka von der Universität von Wisconsin, USA, wollten das herausfinden und versuchten im Zuge ihrer GOF-Experimente Viren zu erschaffen, die diese Fähigkeit besaßen.”15
Die Influenza Impfstoffe basieren auf einer Datenbank, die von einem Con-Artist durch Betrug erschaffen wurde und wo keiner weiß, wer die Daten wirklich kontrolliert. Das schafft so richtig Vertrauen in die ohnehin nicht schützenden Grippeimpfungen.
Cox sagt: „Die GISAID-Datenbank funktionierte besser als alles andere, was wir ausprobiert hatten“, und sie schützte die Forscher wie angekündigt. Einmal hinterlegten chinesische Forscher Sequenzen eines neuen, gefährlichen Vogelgrippevirus, H7N9, und eine unabhängige Forschungsgruppe fand die Daten und versuchte, sie als Erste zu veröffentlichen. Bogner schaltete sich ein. „Peter gelang es irgendwie, mit allen Beteiligten zu sprechen, damit die Chinesen ihre Veröffentlichung zuerst veröffentlichen konnten“, sagt Cox.
Peter gelang es irgendwie… Wie nur? Wer steht hinter Peter? War es Peter oder diejenigen, die hinter ihm stehen und ihn seit Jahrzehnten bei seinen Stunts schützen?
Ein Aspekt der ursprünglichen Idee, die in dem Artikel in Nature beschrieben wurde, blieb jedoch auf der Strecke. GISAID war als Zwischenlager konzipiert, in dem Sequenzen höchstens sechs Monate lang aufbewahrt werden sollten, bevor sie in öffentliche Datenbanken gelangten. Nun wurde GISAID selbst zum permanenten Speicherort. Die meisten Influenza-Forscher schienen damit kein Problem zu haben.
Damit hat GISAID ein Monopol auf Daten, mit denen Pharmaforschung gemacht wird und auf denen das Milliardengeschäft der Impfung basiert. Hatte ich erwähnt, dass diese Datenbank durch Betrug mit entstanden ist und keiner weiß, wer sie wirklich kontrolliert? Und kein Forscher hat damit Probleme, weil es so bequem ist, solange man nicht mit Ausschluss bedroht wird, warum einige Wissenschaftler nur anonym über ihre Erfahrungen mit GISAID berichtet haben.
Der Artikel über GISAID aus dem Jahr 2017 stellte fest, dass die Datenbank bereits mehr als 6500 Nutzer hatte, und lobte sie für ihren Beitrag zur globalen Gesundheit. „Die wohl wichtigste Frage, die sich aus dem Erfolg von GISAID ergibt“, schrieben die Autoren, „ist, ob sein Mechanismus zum Austausch von Daten auch auf andere Viruserkrankungen ausgeweitet werden kann.“
Genau das geschah, nachdem die Pandemie ausgebrochen war und Wissenschaftler auf der ganzen Welt begannen, lokale Varianten von SARS-CoV-2 zu sequenzieren. „GISAID hat schnell reagiert“, sagt Richard Neher, Bioinformatiker an der Universität Basel, „und sie haben es einfach gemacht, die Daten einzufügen.“ Bei öffentlichen Datenbanken können die Anforderungen an die Kuratierung und Qualitätskontrolle die Dateneingabe zeitaufwändig machen. „GISAID sagte im Grunde genommen: Schicken Sie uns die Daten per E-Mail, und wir kümmern uns darum“, sagt Neher. „Sie gehen sehr auf die Bedürfnisse derjenigen ein, die Daten einreichen, was eine großartige Strategie ist, da die Einreichung von Daten schwierig sein kann“, sagt Emma Hodcroft, Molekularepidemiologin an der Universität Bern.
Wer genau macht das und wer genau zahlt das?
2021 war das die Rockefeller Foundation, nur zur Erinnerung.
Bei der Congolese Foundation for Medical Research (FCRM) beispielsweise erhielten die Forscher von GISAID eine Schulung zur Sequenzierung und zum Hochladen von Genomen sowie 100.000 US-Dollar für den Kauf von Reagenzien. Die Kuratoren von GISAID – offenbar ein Netzwerk von Dutzenden von Spezialisten auf der ganzen Welt – weisen auch auf Probleme in den Daten hin und helfen bei deren Korrektur, sagt Francine Ntoumi, Direktorin der FCRM. „Ich bin sehr glücklich über die Zusammenarbeit“, sagt Ntoumi, die auch den regionalen Hub von GISAID in Zentralafrika leitet.
Irgendwelche Spezialisten, die sich magisch um Massen von Daten kümmern und einfach mal 100K USD für Sequenzierungen geben und keiner fragt sich, wer dahinter steckt und das finanziert und warum?
Hatte ich erwähnt, dass das in der Plandemie die Rockefeller Foundation war?
Ntoumis Team hat fast 400 SARS-CoV-2-Genome veröffentlicht, eine geringe Zahl im Vergleich zu vielen Labors in weiter entwickelten Regionen. „Aber das bedeutet, dass wir unseren Teil beigetragen haben“, sagt sie.
Es gab noch weitere Vorteile. GISAID erstellte ein Video, um Ntoumis Arbeit hervorzuheben, und gab 2021 bekannt, dass sie das viermillionste SARS-CoV-2-Genom zur Datenbank beigetragen hat, was für einige Publicity sorgte. Laut GISAID stammten die Genome Nr. 1 Million, 2 Millionen und 3 Millionen aus Chile, Mexiko und Singapur, was die globale Reichweite der Datenbank verdeutlicht. „Für die Entwicklungsländer ist GISAID sehr wichtig, da sie manchmal nicht über die gleichen Fähigkeiten zur Analyse der Daten verfügen wie die sehr reichen Gruppen, und es ist gut, dass sie Kooperationen anbieten“, sagt Tulio de Oliveira, Bioinformatik-Spezialist an der Stellenbosch University und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von GISAID.
Dieses Anreizsystem kennt man auch aus den frühen Zeiten von Amazon. Da gab es zunächst eine Rangliste, wer die meisten Rezensionen geschrieben hat. Darum gab es regelrechte Kriege, die Königin von Amazon kämpfte verbissen um ihren 1. Platz. Danach wurde das System umgestellt darauf, werde die meisten Daumen hoch bei seinen Rezensionen hatte, was dazu führte, dass vor allem ganz neue Artikel bewertet wurden, weil immer am Anfang die meisten Klicks gibt, wenn ein Buch oder Produkt neu ist. Über solche Ranglisten und PR Aktionen werden die kostenlosen Ameisen belohnt, die das System mit Daten füttern. Den Profit machen aber die Plattformbetreiber, in diesem Fall die Rockefeller Foundation.
Hat sich überhaupt jemand die Rolle der Rockefeller Foundation im Kontext von GISAID und der Plandemie näher angesehen?
Für größere, finanzkräftigere Labore, die Tausende von Virusgenomen sequenzieren, ist diese Anerkennung weniger wichtig. Und obwohl sie die Rechte der Datenlieferanten respektieren wollen, sind viele Wissenschaftler, die die Daten von GISAID nutzen, zunehmend frustriert über die damit verbundenen Einschränkungen. Wissenschaftler können beispielsweise Sequenzen, die sie aus GISAID entnehmen, nicht weitergeben, was die Analyse erleichtern würde; sie können auch keine direkten Links zu Daten in GISAID oder Links zwischen GISAID-Sequenzen und denen in öffentlichen Datenbanken erstellen.
Die Zugangsbestimmungen sind unklar. Einige Labore können beispielsweise nur 1000 Genome auf einmal herunterladen, andere hingegen viel mehr. Ausgewählte Gruppen sehen mehr Metadaten als andere. Der Pathogen-Genetiker Theo Sanderson vom Francis Crick Institute veröffentlichte eine Twitter-Umfrage, um herauszufinden, wer Zugang zu welchen Daten hatte.
Und Science hörte viele Geschichten über Forscher, deren Daten ohne Erklärung eingeschränkt oder gesperrt wurden. Einige brachten diese Maßnahmen damit in Verbindung, dass sie GISAID kritisch gegenüberstanden oder als potenzielle Bedrohung angesehen wurden.
Und auf diesem undurchsichtigen System beruht die Impfstoffentwirklung? Ernsthaft? Wer hat sonst noch Zugang?
Nextstrain, eine Zusammenarbeit von Forschern, die die Entwicklung der Influenza in Echtzeit anhand von GISAID-Sequenzen verfolgt, sah sich am 23. Dezember 2019 mit einer Unterbrechung des Datenzugriffs konfrontiert. Das Team hielt dies zunächst für einen technischen Fehler, doch vier Tage später erhielt es eine E-Mail von Meyers, in der stand, dass es GISAID – und damit auch dessen Mitwirkenden – in den Jahren zuvor in Veröffentlichungen und Präsentationen nicht ausreichend gewürdigt habe. Die Gründer von Nextstrain, Neher und Trevor Bedford vom Fred Hutchinson Cancer Center, antworteten, dass sie der Meinung seien, die Regeln von GISAID eingehalten zu haben, aber „gerne” großzügiger mit Danksagungen umgehen würden. Ihre E-Mail wurde nie bestätigt, sagt Bedford, aber der Zugang wurde wiederhergestellt.
Mittlerweile ist der Zugang wieder gesperrt/beendet.
Seit Beginn der COVID-19-Pandemie haben sich solche Probleme vervielfacht. Bede Constantinides, Computational Biologist an der Universität Oxford, wollte ein Problem lösen, mit dem viele GISAID-Nutzer konfrontiert sind: Da sie Sequenzen nicht außerhalb der Datenbank teilen können, können Forscher nicht immer sagen, ob sie über genau dieselben SARS-CoV-2-Varianten sprechen. Constantinides machte sich daran, ein „Prüfsummen”-System zu entwickeln, mit dem jede Sequenz eindeutig identifiziert werden kann, ohne die Sequenz selbst preiszugeben.
What? Die wissen nicht, ob sie über die gleichen Varianten reden? Wie zuverlässig sind dann überhaupt die Daten über “Varianten”?
Als er GISAID um einen Massen-Datenzugang bat, um seinen Plan umzusetzen, erhielt er laut eigenen Angaben keine Antwort. Nachdem er diese Nichtbeantwortung auf Twitter erwähnt hatte, erhielt er eine Nachricht von „Your GISAID Support Team”, in der stand, dass sein Tweet falsch sei und dass sein Vorschlag zur Prüfsummenidentifizierung zur Überprüfung an einen externen Ausschuss weitergeleitet worden sei. Sein Zugang zu GISAID wurde später herabgestuft. „Ich habe etwas getan, das ich für sinnvoll und offensichtlich hielt. Und dennoch reagierte GISAID äußerst feindselig.”
GISAID straft Nutzer genau wie es Amazon macht. Wer kritische Bewertungen, z. Bsp. zu einem Drosten Buch, schreibt, die nicht automatisiert gelöscht werden können, weil es ein verifizierter Kauf ist, der wird einfach komplett zum rezensieren gesperrt. So ist es mir geschehen. Als Begründung für die Sperrung muss dann eine 10 Jahre alte Rezension herhalten (die ich auf goodreads noch habe und die harmlos ist), und man behauptet, ein Kunde hätte sich über diese Rezension beschwert. Das ist ein erpresserisches System, das mit Zuckerbrot und Peitsche arbeitet, undurchsichtige Strukturen hat und im Hintergrund mit den Sequenzen was auch immer macht. Echt gruselig.
Eine Gruppe unter der Leitung von Kristian Andersen vom Scripps Research Institute sagt, dass auch sie Bogner’s Zorn zu spüren bekam, und zwar wegen einer im Februar veröffentlichten Arbeit, die einen Hinweis darauf enthielt, dass das erste öffentlich bekannt gegebene SARS-CoV-2-Genom nicht auf GISAID veröffentlicht wurde – wie behauptet wurde – sondern in einem virologischen Diskussionsforum. An dem Tag, an dem das Scripps-Team seine Veröffentlichung herausbrachte, verlor es den Zugang zum Datenstrom von GISAID. Gangavarapu, der eng mit der Andersen-Gruppe zusammenarbeitet, erhielt am selben Tag eine SMS von Meyers mit einem Screenshot des beanstandeten Verweises und der Nachricht: „Viel Glück bei der Suche nach weiterer Unterstützung. Ich habe Sie gewarnt … .“
Wem gehört GISAID? Bogner persönlich? Wer kontrolliert diesen Mann? Warum machen die Wissenschaftler bei so was mit? Man hat sich in eine Abhängigkeit von dieser Plattform begeben, die einen erpressbar macht.
Ein mysteriöser GISAID-Vertreter namens Steven Meyers schickte diese drohende Nachricht an Karthik Gangavarapu, einen Wissenschaftler, der in einer Veröffentlichung einen Verweis aufgenommen hatte, den GISAID beanstandete. Gangavarapus Datenzugang wurde aus unklaren Gründen etwa zur gleichen Zeit gesperrt. Karthik Gangavarapu
Zur Erinnerung: Steven Meyers ist wohl nur ein alter Ego von Bogner.
Gangavarapu sagt, er habe daraufhin zwei Telefongespräche mit Meyers geführt, der seiner Wut Luft machte, aber bestritt, dass die Sperrung eine Vergeltungsmaßnahme gewesen sei. Der Datenzugang wurde am 3. März wiederhergestellt; Branda von GISAID sagt, die Unterbrechung sei „auf eine reine technische Panne zurückzuführen“ gewesen.
Forscher, die mit GISAID in Konflikt geraten, sagen, sie wüssten nicht, wohin sie sich mit ihren Beschwerden oder Einsprüchen gegen Entscheidungen wenden sollten. Der Vorstand von Friends of GISAID besteht aus Bogner und zwei Anwälten. Beide erklärten gegenüber Science, dass sie nicht in den täglichen Betrieb von GISAID involviert sind, sondern sich um das kümmern, was einer von ihnen, der deutsche Anwalt Christoph Wetzler, als „Unternehmensverwaltung” bezeichnet. Probleme mit der Datenbank sollten mit dem Wissenschaftlichen Beirat von GISAID besprochen werden, sagt Wetzler. Fouchier, der Co-Vorsitzende des Beirats, sagt jedoch, dass es sich dabei „nicht um einen Ausschuss zur Streitbeilegung” handelt.
Das ist der Punkt, wo mal Anwälte des Widerstandes anfangen sollten nachzuhaken, was da wirklich abgeht. Da GISAID offiziell in Deutschland angesiedelt ist, müsste man das über das deutsche Rechtssystem erledigen.
[…] Zwischen GISAID und Befürwortern eines breiteren Zugangs zu SARS-CoV-2-Daten, darunter Bioinformatiker, die Daten in großem Umfang analysieren, bestehen tiefe Spannungen.
Im Jahr 2020 gründete Duncan MacCannell, Chief Science Officer des Office of Advanced Molecular Detection der CDC, SPHERES, eine Initiative zur Koordinierung der SARS-CoV-2-Sequenzierung in Labors in den Vereinigten Staaten. Er ermutigte die SPHERES-Mitgliedslabore, ihre Sequenzen nicht nur in GISAID, sondern auch in GenBank zu veröffentlichen. Im August 2022 erhielt MacCannell eine scharfe E-Mail vom „GISAID-Sekretariat“, in der stand, dass man „auf Anraten des US-Außenministeriums“ die Leitung der CDC wegen ihm kontaktiert habe. „Ein kurzer Blick auf Ihre sozialen Medien genügt, um Ihre unermüdlichen Bemühungen zu erkennen, unbegründete Behauptungen aufrechtzuerhalten, die die Glaubwürdigkeit von GISAID und seinen Mitarbeitern untergraben sollen, und die Existenz von GISAID zu unterminieren”, hieß es in der E-Mail, die Science auf Anfrage über das FOIA-Gesetz von den CDC erhalten hatte.
Eine in Deutschland angesiedelte Plattform, finanziert von der Rockefeller Foundation bedroht Mitarbeiter des CDC auf Anraten des US-Außenministeriums.
Was hat das US-Außenministerium damit zu tun?!
Meyers schien auch wütend auf NIH-Direktor Francis Collins zu sein, der im April 2021 einen Brief an mehr als 120 Mitglieder einer Gruppe namens „Heads of International Research Organizations“ (Leiter internationaler Forschungsorganisationen) geschickt hatte, in dem er auf aktuelle Artikel in Science und Nature verwies, die Kritik an GISAID enthielten, und auf die „Herausforderungen“ bei der Analyse von GISAID-Daten und deren Weitergabe in öffentlich zugänglichen Datenbanken hinwies. Collins forderte ein globales Treffen, um die Probleme zu lösen und gleichzeitig die Interessen der Datenanbieter zu schützen, „insbesondere derjenigen im globalen Süden“.
Am 20. Dezember 2021 ging Francis Collins spontan und unerwartet vorzeitig in den Ruhestand.
Ob das nun nur mit den COVID-Plörren und ihrer irregulär schnellen Zulassung zusammenhängt oder da noch mehr dahinter steckt? Vielleicht sollte man ihn mal nach der GISAID Affäre fragen?
In einer E-Mail von GISAID, die Science erhalten hat, beschuldigte Meyers Collins, zusammen mit Bill Gates, dessen Stiftung die Public Health Alliance for Genomic Epidemiology unterstützt, eine globale Koalition, die sich für einen vollständig offenen Datenaustausch einsetzt, einen „Putsch“ zu planen.
Der Feind meines Feindes ist mein Freund? Putscht hier die Bill und Melinda Gates Foundation gegen die Rockefeller Foundation?! Seit wann ist Billy Boy für freien Datenaustausch?
Der GISAID-Vertreter Steven Meyers – von dem einige vermuten, dass er ein Alter Ego von Peter Bogner ist – schrieb in einer E-Mail, dass Bill Gates und der ehemalige Leiter der National Institutes of Health, Francis Collins, einen „Putsch“ gegen die Organisation planten.
GISAID hat den Mut sich gegen die Gates Foundation zu stellen?
Wer steht dann hinter GISAID, dass die sich das trauen?
Meyers E-Mail-Korrespondenz zeigte, dass er genau verfolgte, welche Wissenschaftler, Forschungsleiter und Journalisten GISAID kritisch gegenüberstanden, und sich häufig über solche Personen beschwerte. Er erkannte beispielsweise in den Tweets von Koopmans, der sich für die Veröffentlichung von Daten in öffentlichen Datenbanken ausgesprochen hatte, ein „beunruhigendes Muster” und eine „mangelnde Unterscheidungskraft”. Bogner „führt über jeden Strafregister”, sagt Kamil, der Wissenschaftler der LSU, der jahrelang mit Meyers korrespondierte. (Science erhielt einen Teil der E-Mails, die Meyers mit Kamil ausgetauscht hatte, von Edward Hammond, einem unabhängigen Forscher, der sie durch eine FOIA-Anfrage erhalten hatte.)
Das macht er sicherlich nicht persönlich, dafür hat er Überwachungssoftware und das klingt mir nach Involvierung von Geheimdiensten.
Kamil, der laut GISAID das Team leitete, das das fünfmillionste SARS-CoV-2-Genom sequenzierte, sagt nun, Meyers habe ihn „kultiviert”, um ihn zu einem treuen Verbündeten zu machen. In einem Kommentar aus dem Jahr 2022 im Bulletin of the Atomic Scientists warnte Kamil, dass die Zukunft von GISAID bedroht sei, und erklärte: „Große Technologieunternehmen wie Microsoft, Oracle und Google betrachten den Markt für die Überwachung viraler Genome als potenziell lukrative Datenquelle, was die Gefahr eines gewinnorientierten Systems mit sich bringt.“
Kamil verteidigte GISAID auch auf Twitter und griff dessen Gegner an. Einige dieser Tweets seien von Meyers vorgeschlagen oder sogar von ihm vor der Veröffentlichung redigiert worden, sagt er. Auf Geheiß von Meyers erwähnte Kamil in einem Thread vom Oktober 2020, dass einige SARS-CoV-2-Proben in Qingdao, China, aus Tiefkühlkost stammten. Die chinesische Regierung hat die These vertreten, dass importierte Lebensmittel den ersten COVID-19-Ausbruch in Wuhan ausgelöst hätten und nicht ein Virus, das aus einem dortigen Labor entwichen sei oder sich von einem lokalen Tiermarkt aus verbreitet habe.
Diese manipulativen Netzwerke in der Wissenschaft, die andere Kollegen anschwärzen und so ein Zensurnetzwerk gesteuert durch Handler im Hintergrund bilden, wird aktuell immer auffälliger und aggressiver. Ob Pubpeer da mit drinnen hängt?
Die Science Guardians versuchen diese Netzwerke aufzudecken. GISAID haben die aber meines Wissens noch nicht auf dem Schirm.
Kamil sagt, er habe sich mit den Tweets unwohl gefühlt und ihnen einen Vorbehalt hinzugefügt, was die Ergebnisse bedeuteten; später löschte er die Tweets zusammen mit vielen anderen. Er sagt, er habe helfen wollen, weil er GISAID für eine gute Sache hält – insbesondere für Forscher in Entwicklungsländern. „Peter Bogner ist hier kein einfacher, eindeutiger Bösewicht“, sagt Kamil. Er war jedoch verärgert darüber, dass GISAID Daten vom Meeresfrüchtemarkt in Wuhan entfernt hatte, was laut Kamil die Interessen Chinas über die Wissenschaft stellte.
Meyers ist nicht der einzige mysteriöse Verfechter von GISAID. Einige Forscher vermuten, dass Bogner oder jemand aus seinem Umfeld auch hinter einem pro-GISAID-Twitter-Account von Helse Sanning steckt, die sich selbst als „beschützende Mutter, Liebhaberin der Wissenschaft“ bezeichnet und in ihrer Biografie ein Stockfoto verwendet. Sanning hat seit dem 6. Mai 2021, einen Tag nachdem Nature über Collins’ Brief an die Leiter der Forschungsinstitute berichtet hatte, nur vier Tweets verschickt. Nature hat Collins’ E-Mail nicht veröffentlicht, aber Sanning hat sie zusammen mit der Verteidigung von GISAID als PDF in ihrem Tweet veröffentlicht. Helse Sanning – was auf Norwegisch „Gesundheitswahrheit” bedeutet – hat auf eine Anfrage von Science, sich auf Twitter zu verbinden, nicht reagiert.
GISAID hat kürzlich auf seine Kritiker reagiert und damit offenbar erstmals anerkannt, dass die Organisation eine gewisse Verantwortung für die Probleme trägt. In einer Erklärung vom 13. April erklärte GISAID, dass es aufgrund seiner jüngsten raschen Expansion „nicht möglich war, die Governance rechtzeitig so anzupassen, dass sie die neue operative Realität strukturell widerspiegelte”. Es wurden jedoch keine Angaben dazu gemacht, welche Schritte unternommen werden könnten.
Frühere und aktuelle Geldgeber drängen auf Veränderungen. GISAID erhielt zwischen 2014 und 2017 von der Europäischen Union 373.800 Euro als Teil eines umfassenden Forschungsprogramms zur Pandemieprävention. In einer E-Mail an Bogner vom Juli 2022 forderte John Ryan, ein hochrangiger Beamter der Generaldirektion Gesundheit der Europäischen Kommission, die Organisation unverblümt auf, sich zu verbessern: „Bitte beachten Sie, dass wir zwar die Arbeit von GISAID bei der Bereitstellung zeitnaher Zugangsmöglichkeiten zu Genomdaten von Krankheitserregern für Überwachungszwecke schätzen, aber dennoch Bedenken hinsichtlich der Transparenz der Governance und der Einschränkungen bei den Richtlinien für den Datenzugang und die Wiederverwendung haben.“ Bogner wies die E-Mail in einem neunseitigen Brief an Ryan zurück. „Es ist überraschend, dass die Europäische Kommission nach 14 Jahren plötzlich Bedenken hinsichtlich der ‚Richtlinien für den Datenzugang und die Wiederverwendung‘ äußert“, sagte er. „Das Gleiche gilt für die wissenschaftliche Governance von GISAID.“
Die International Federation of Pharmaceutical Manufacturers and Associations (IFPMA), die viele der weltweit größten Arzneimittelhersteller vertritt, hat seit Beginn der Pandemie 500.000 Euro an GISAID gespendet, ihre Mitgliedsunternehmen und -verbände weitere 1,45 Millionen Euro. Um langfristige Unterstützung zu erhalten, ist es jedoch „entscheidend, dass [GISAID] eine transparente Governance und eine klare Entscheidungsstruktur für den Fall von Beschwerden von Wissenschaftlern, denen der Zugang zur Datenbank verweigert wird, bereitstellt“, sagte der Generaldirektor der Gruppe, Thomas Cueni, in einer Erklärung gegenüber Science. „Leider ist dies noch nicht geschehen, weshalb die IFPMA derzeit keine zusätzlichen Mittel für GISAID bereitgestellt hat.“ (Einen Tag nach der Erklärung berichtete The Economist über die Unzufriedenheit der IFPMA und einiger anderer mit GISAID.)
Die Rockefeller Foundation hat GISAID kürzlich trotz der Bedenken gegenüber der Organisation eine Förderung in Höhe von 5,2 Millionen Dollar für den Zeitraum 2021–24 gewährt. „Die Idee war, zu versuchen, sie zu unterstützen und zu sehen, ob man durch diesen Prozess nicht einige Aspekte der Governance verbessern könnte“, sagt eine Quelle, die der Stiftung nahesteht. Aber der Prozess sei ins Leere gelaufen und habe sogar zu rechtlichen Drohungen seitens GISAID geführt, so die Quelle. „Ich denke, es ist klar geworden, dass sie sich einfach komplett dagegen wehren, was die Mehrheit der Gemeinschaft in Bezug auf Daten, Verfügbarkeit, Transparenz und Governance für notwendig hält.“
Jeremy Farrar, der im Februar seine zehnjährige Tätigkeit als Leiter des Wellcome Trust beendete, gehört zu den vielen Wissenschaftlern und Beamten, die sich einig sind, dass sich bei GISAID etwas ändern muss. Er betont jedoch die Notwendigkeit, das zu bewahren, was Bogner und sein Team gut gemacht haben: den Schutz der Rechte von Datengeneratoren in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Farrar möchte auf diesem Ansatz aufbauen, um sicherzustellen, dass diese Länder auch einen fairen Anteil an den verfügbaren Impfstoffen, Medikamenten und Diagnostika erhalten, wenn neue Bedrohungen auftreten – etwas, das sowohl während der Influenza-Pandemie 2009 als auch bei COVID-19 nicht der Fall war. „Das ist auch Teil des Puzzles, das wir lösen müssen“, sagt Farrar. Wenn die WHO – wo Farrar später in diesem Jahr Chefwissenschaftler werden wird – eine Rolle bei der Verbesserung der Governance von GISAID spielen kann, würde er „gerne einen Beitrag leisten“.
Was kann da schon schiefgehen, wenn die WHO bei GISAID mit einsteigt? Möglicherweise finden das aber die Strippenzieher im Hintergrund nicht ganz so lustigt?
Aber Bogner würde diese Hilfe möglicherweise nicht begrüßen. In einer E-Mail aus dem Jahr 2021 schrieb Meyers, dass „Farrar sich mit Gates und Collins verschworen hat, um GISAID zu Fall zu bringen“, weil Wellcome das European Nucleotide Archive, eine öffentlich zugängliche Datenbank, unterstützt. Farrar sagt, dass es nie eine solche Verschwörung gegeben habe – und er sei nicht dafür, eine so wertvolle Einrichtung zu ersetzen. „Anstatt ein neues GISAID zu erfinden, sollten wir lieber versuchen, dafür zu sorgen, dass GISAID für alle funktioniert“, sagt er.
Viele Wissenschaftler fragen sich, ob das mit Peter Bogner – und Steven Meyers – an der Spitze möglich ist.
Mein Fazit:
GISAID kontrolliert die Sequenzdaten von Pathogenen auf undurchsichtige Weise.
GISAID bedroht Wissenschaftler und staatliche Institutionen.
Keiner weiß, wer wirklich hinter GISAID steckt, welches durch Betrug aufgebaut wurde.
Die Sequenzen dieses Vereins waren mitbestimmend für die Plandemie.
Das ist alles sehr, sehr gruselig und wie immer steckt die deutsche Regierung irgendwie wieder mitten drinnen sowie die üblichen verdächtigen.
Irgendwer kontrolliert durch manipulative Netzwerke im Hintergrund die Wissenschaft zur COVID, der Plandemie und den Plörren. Das ist keine Versicherungstheorie mehr, das steht zwischen den Zeilen im Science Artikel. Und wie üblich fallen die Namen der üblichen Verdächtigen, die sich in diesem Fall aber seltsamer Weise gegenseitig angehen.
Ein sehr, sehr seltsamer Fall, der sich aktuell wohl weiter zuspitzt.
Die Bioinformatikerin Tanja Stadler von der ETH Zürich und ihr damaliger Doktorand Chaoran Chen hatten 2021 CoV-Spectrum.org ins Leben gerufen, um Wissenschaftlern und Gesundheitsbehörden dabei zu helfen, Mutationen zu überwachen, die das Virus virulenter oder übertragbarer machen könnten. GISAID, die weltweit größte Datenbank für SARS-CoV-2-Sequenzen, stellte Stadler eine Datei mit allen Sequenzen auf der Plattform zur Verfügung, zunächst täglich, später wöchentlich.
Am 23. Dezember 2025 nahmen Stadler und Chen jedoch den Teil der Website, der GISAID-Daten verwendete, offline, nachdem die Plattform keine Updates mehr bereitstellte und das Duo beschuldigte, gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen zu haben – was die Forscher bestreiten. Zwei ähnliche Dashboards, Nextstrain und Outbreak.info, haben in den letzten Monaten ebenfalls die Analyse und Visualisierung von GISAID-Daten eingestellt, nachdem es zu Streitigkeiten mit der Plattform gekommen war, die seit langem wegen ihrer undurchsichtigen und unberechenbaren Verwaltung kritisiert wird.
[…]
Schließlich erfuhren sie von anderen, dass GISAID Einwände gegen ein von ihnen entwickeltes Tool zum Filtern von Suchanfragen hatte, mit dem Forscher zumindest theoretisch ein einzelnes SARS-CoV-2-Genom vollständig rekonstruieren und damit die Schutzmaßnahmen von GISAID umgehen könnten.
[…]
In einer E-Mail an Science erklärte GISAID, dass Mitglieder einer „kleinen, aber lautstarken Gruppe von Personen“ „gegen die Bedingungen ihrer Zugangsvereinbarung verstoßen und die über GISAID geteilten Daten missbraucht“ hätten. GISAID sei „nach wie vor die vertrauenswürdigste Quelle für virale Genomdaten und ein wesentlicher Pfeiler der globalen Gesundheitssicherheit“.
„Meiner Meinung nach ist das Einstellen von Daten in GISAID so, als würde man sie in einen Briefkasten in einem unbeschrifteten Gebäude werfen“, sagt er. „Es ist wunderbar, dass es in diesem Gebäude so viele coole Sachen gibt. Es wäre toll, wenn wir wüssten, wem es gehört, wer dafür bezahlt hat oder was damit vor sich geht.“
[…]
Die globale Gesundheitsdiplomatie könnte die Welt letztendlich dazu zwingen, eine neue Lösung zu finden. Im April 2025 einigten sich die Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation auf ein Pandemieabkommen, einen weitreichenden Vertrag, der darauf abzielt, die Welt besser auf eine Pandemie vorzubereiten. Ein Knackpunkt, über den noch verhandelt wird, war die Frage, wie der sogenannte Zugang zu Krankheitserregern und die Aufteilung der Vorteile (PABS) organisiert werden sollen – ein System, das sicherstellt, dass Länder, die Viren und deren Sequenzen weitergeben, auch Zugang zu den Diagnostika, Behandlungen und Impfstoffen erhalten, die mit diesem Wissen hergestellt werden.
PABS würde wahrscheinlich eine Plattform für den Austausch von Sequenzen umfassen – aber es sollte nicht GISAID sein, sagt Carlson. „Die Mitgliedstaaten sollten sich darauf einigen, ein globales, multilaterales System für den Austausch von Pathogensequenzen einzurichten, das das Vertrauen sowohl der Wissenschaftler als auch der Regierungen verdient“, schrieben er und Poisot in ihrem Artikel. Andersen stimmt zu: „Lasst uns absolut sicherstellen, dass dies nicht die Plattform der Zukunft sein wird.“
Hier also die andere Seite des WHO Pandemievertrags, gegen den viele Anwälte Sturm laufen. All diese Analysen, wegen derer GISAID Wissenschaftler sperrt, wären möglich. Man wüsste, ob man über die gleichen Stämme spricht. Ja, man könne auch die komplette Virensequenz rekonstruieren, aber das geht jetzt auch schon bei denen, die vollen Zugang zu den GISAIS Daten haben, wer auch immer diese Gruppen sind.
Ein paar Meinungen zu GISAID auf Twitter:
Es ist erstaunlich wenig zu “GISAID” auf Twitter zu finden. Das Thema scheint wohl auch einem Shadowban zu unterliegen.
Es gibt zu meinem Artikel ein paar kürzere Analysen auf Twitter, die das Problem von anderen Seiten betrachten:
Updates: Lister der Firmen in der Lipowskystraße 10 + google maps Bild + Kupferschmidt, K. (2026). New conflicts erupt over key virus database. Science, 391(6781), 116–117. https://doi.org/10.1126/science.aef2602 https://www.science.org/content/article/fresh-conflicts-erupt-around-giant-database-flu-and-covid-19-sequences + Interview mit Roger Bittel
15.01.2026: Datei:GISAID Founder Peter Bogner and German State Secretary Robert Kloos.jpg – Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:GISAID_Founder_Peter_Bogner_and_German_State_Secretary_Robert_Kloos.jpg
GISAID - History https://gisaid.org/about-us/history/
GISAID - Imprint / Privacy https://gisaid.org/about-us/imprint-privacy/
6 Firmen an der Adresse Lipowskystraße 10, 81373 München | Implisense. (n.d.). https://implisense.com/de/addresses/81373-muenchen-lipowskystrasse-10
Preparedness, Prediction and Prevention of Emerging Zoonotic Viruses with Pandemic Potential using Multidisciplinary Approaches | PREDEMICS | Project | Fact Sheet | FP7 | CORDIS | European Commission https://cordis.europa.eu/project/id/278433
GISAID - Grants and Donations https://gisaid.org/about-us/grants-and-donations/
The ‘invented persona’ behind a key pandemic database | Science | AAAS
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Mayer, P. F., & De Graaf – De Andere Krant, I. D. T. (2025, December 20). Gericht in Leeuwarden ordnet Erscheinen von Gates, Rutte, Bourla und anderen an. tkp.at. https://tkp.at/2025/12/20/gericht-in-leeuwarden-ordnet-erscheinen-von-gates-rutte-bourla-und-anderen-an/
Kupferschmidt K. The coronavirus czar. Science. 2020 May 1;368(6490):462-465. doi: 10.1126/science.368.6490.462. PMID: 32355014. https://www.science.org/content/article/how-pandemic-made-virologist-unlikely-cult-figure
A new pandemic origin report is stirring controversy. Here are key takeaways. (2023). [Dataset]. In AAAS Articles DO Group. https://doi.org/10.1126/science.adh9063 https://www.science.org/content/article/covid-origin-report-controversy
Con artist - Definition, Meaning & Synonyms | Vocabulary.com https://www.vocabulary.com/dictionary/con%20artist
Arbitrage • Definition • Wiener Börse https://www.wienerborse.at/wissen/boersenlexikon/buchstabe-a/arbitrage-arbitrage-geschaeft/
GISAID Kooperation 2010-2021 - FragDenStaat https://fragdenstaat.de/anfrage/gisaid-kooperation-2010-2021/
File:GISAID Founder Peter Bogner and German State Secretary Robert Kloos.jpg - Wikimedia Commons https://commons.wikimedia.org/wiki/File:GISAID_Founder_Peter_Bogner_and_German_State_Secretary_Robert_Kloos.jpg
Kultur, S. (2022, March 10). Viren aus dem Labor – Wie riskant ist Gain-of-Function-Forschung? SWR Kultur. https://www.swr.de/swrkultur/wissen/viren-aus-dem-labor-wie-riskant-ist-gain-of-function-forschung-swr2-wissen-2022-03-10-100.html
Former NIH Director Francis Collins retires suddenly, makes plea to protect agency staff | Science | AAAS https://www.science.org/content/article/former-nih-director-francis-collins-retires-suddenly-makes-plea-protect-agency-staff
Kupferschmidt, K. (2026). New conflicts erupt over key virus database. Science, 391(6781), 116–117. https://doi.org/10.1126/science.aef2602 https://www.science.org/content/article/fresh-conflicts-erupt-around-giant-database-flu-and-covid-19-sequences
Unterstützungsmöglichkeiten:
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Andere Unterstützungsmöglichkeiten für Holgers und meine Forschung:
Konto für Unterstützung für das Projekt Scan 2000
Dr. Merse DE34 4305 0001 0302 7851 75 Sparkasse Bochum
Horst Reissner: IBAN DE51 4401 0046 0406 4514 67
Dr. S. Stebel: https://ko-fi.com/einmalmitprofisarbeiten



























































"Wer viel misst, misst Mist". Vor allem wenn man in Kacke (ahmmm... Abwasser) stochert.
Jetzt benötigt man es nicht mehr – und weg damit.
„Forscher auf der ganzen Welt stellen dort permanent das aktuell gefundene Genom von SarsCov2 ein“. Sorry, aber es riecht nach Verarsche, es sieht aus wie Verarsche es fühlt sich an wie Verarsche.
Eh Leute – das Ding ist totaler AI-Schrott. Die Daten sind alle aus dem PC. Random-Schrott. Oder in Neu-Sprech: ‚AI crap‘.
Singapur? Vermutlich der Roy: https://www.americanpartisan.org/2026/01/comrade-singham-faces-house-subpoena-over-alleged-ccp-linked-ngo-network-fueling-anti-ice-protests/